Jahresplaylist: 1986

Das hier ist der live auf twitter.com entstandene Research- #Thread zum Jahr und nachdem wir 1985 & 1987 schon haben, wird das ein schöner Lückenschluss.

Lohnt sich mit HIGHER LOVE zu starten, weil das grad erst als Cover #1 war. 

Überhaupt war das male/Sunnboy/Popstar-Ding in den 80ern big. HUEY LEWIS hatte #1986 einen seiner größten Hits: STUCK WITH ME. 

Einer der ersten Hits von SIMPLY RED, der gleich ein Klassiker wurde: HOLDING BACK THE YEARS. #1986 

Im April #1986 erschien eines der maßgeblichsten Videoclips aller Zeiten: SLEDGEHAMMER machte danke seiner Visualisierung PETER GABRIEL nach all den Jahren endgültig zum Superstar. Fun fact: Das ist ein eiskalter Sex-Song. 

Aber nochmal Sunnyboy: Die 80er gehören wohl auch ein bissl LIONEL RICHIE: #1986 hat er gleich zwei Monster-Hits: „Say You, Say Me“ – und den Wurlitzer-Dauerliebling DANCING ON THE CEILING: 

Ob ROBERT PALMER heutzutage mit so einem Video noch durchkommen würde, wage ich zu bezweifeln, aber ohne Zweifel war ADDICTED TO LOVE auch dank seiner, sagen wir mal auffälligen Umsetzung #1986 ein monströser Erfolg: 

Aber Peak Sex war trotzdem der kleine König PRINCE: #1986 erschien die legendärste seiner zahllosen dahingehenden Hymnen: KISS. 

Prince schrieb aber noch einen Riesenhit des Jahres: MANIC MONDAY. 

Fun fact: Eigentlich für die von ihm gecastete Band Apollonia6 gedacht (1984 gabs das als Duett-Demo). Für ein Date mit Susanna Hoffs gab er ihr 1985 den Song.

#1986 sah auch den Durchbruch von JANET JACKSON mit einem All-time-Fave of mine: NASTY. Die Choreos der frühen Janet-Videos machte eine gewisse Paula Abdul, die später u.a. mit „Straight Up“ selber hoch in die Charts schoß. 

Und natürlich kommt ein 80er-Jahr nicht ohne MADONNA aus, die mir via Schwesters Bravo als damals 9jährigem als erste das Thema Abtreibung/Schwangerschaft näher brachte: PAPA DONT PREACH.

Ganz großer Fan damals auch von CYNDI LAUPER: #1986 ist sie mit TRUE COLORS zweifellos am Höhepunkt angekommen. Weltnummer, immer noch.

Das Kino produzierte in den 80er Hits am Fließband. #1986 etwa das epische ROCKY IV, für das James Brown „Living in America“ zu einem späten, aber spektakulären Comeback verhalf. 

Der größere Hit kam aber von SURVIVOR, die nach „Eye of the Tiger“ für Rocky III diesmal – noch pathetischer – „Burning Heart“ schrieben und Sly Stallone durch den Schnee stapfen halfen.

 …aber das war gar nix im Vergleich zum Schmalz aus TOP GUN: „Take My Breath Away“ von BERLIN zog den Soundtrack in die Höhen einer F14.

Für mich persönlich war das Film-Highlight aus dieser Zeit ja eher das sagenhafte John Huhges-Spektakel FERRIS BUELLERS DAY OFF. Und es brachte der Welt die Schweizer Band Yello näher. Thx for that, John!

Mit Kathleen Turner, Michael Douglas und Danny DeVito im Video hat Billy Ocean sich des Trends bedient und für den Abenteuer-Klamauk „Die Juwelen vom Nil“ mit den dreien das Kleinod hier gesungen: WHEN THE GOING GETS TOUGH. 

Und für die Romantiker gabs LADY IN RED von Chris De Burgh für den gleichnamigen Film mit dem 80er-Männertraum Kelly LeBrock. 

Nicht in Rocky, aber irgendwie in der Liga ist einer der nervtötendst gebliebenen Songs, die Skandinavien jemals auf den Kontinent schickte: THE FINAL COUNTDOWN von den Hobby-Hair-Metallern Europe. 

Nachdem KIM WILDE Anfang der 80er zum Idol aufstieg, brauchte es 1986 ein 60s-Cover von YOU KEEP ME HANGING ON, um sie nochmal an die Spitze zu bringen:

Das Rolemodel Boyband wurde von kaum jemandem stärker geprägt als WHAM! – und die haben – George Michael sei Dank – jede Menge bleibender Hits geschrieben und nicht nur getanzt. THE EDGE OF HEAVEN war quasi der Abschiedssong. 

Ein nicht umzubringender Song aus #1986 ist auch IN THE ARMY NOW. Von Status Quo an die Spitze gebracht…

…wissen viele nicht: Der Titel stammt eigentlich aus 1982 und ist von Bolland&Bolland:

…das sind übrigens genau jene zwei Holländer, die Falco mit „Rock Me Amadeus“ in diesem Jahr an die Spitze der UK und US-Charts produzierten. Das erschien schon 1985, während diese Kombi #1986 dann den Skandalsong JEANNY zum Hit für Hans Hölzel machte.

Rot-Weiß-Rot kann dafür außerdem heute noch textsicher fortsetzen, wenn ich schreibe: „Es ist Samstag Abend, und die Dinge stehen schlecht.“ Auch aus #1986.

Falcos großes Idol war David Bowie. Der hatte auch 1986 noch lange nicht ausgedient, drehte, spielte und sang in ABSOLUTE BEGINNERS. Mittelprächtiger Film, grandioser Song: 

Kein Beginner war zu dieser Zeit Mike Oldfield – er hatte mit Chorbub-Hilfe und seiner damaligen Frau Anita Hegerland PICTURES IN THE DARK (Ende 85 erschienen) einen der penetrantesten Hits des Jahres im Radio laufen.

 Ein Kuriosum war das britische Nacktmodell SAMANTHA FOX, die ein paar Hits, allen voran das Plastikpopmonstrum TOUCH ME in die Charts brachte. 

Gefühlt jede Woche erscheint #1986 außerdem derselbe MODERN TALKING Song unter neuem Namen. Einer hieß „Brother Louie“ – ich glaub, der kam später auch im Otto-Film vor. Der Anfang von Dieter Bohlen…. 

Und noch so etwas, was aus 1986 blieb, ob wir wollen oder nicht: EROS RAMAZZOTTI. „Adesso tu“ stellte seinen großen Durchbruch dar. 

Ein unerwarteter Karrierebeginn ist bei den HOUSEMARTINS zu finden. „Caravan Of Love“ ist ihr erster Hit – mit dabei u.a. ein gewisser Norman Cook – der spätere Fatboy Slim. (Aus anderen Teilen wurde Beautiful South). Wurde erst 87 so richtig ein Hit und ist dort gelistet. 

Eher schon einer der letzten kommerziellen Erfolge im Karrierebogen gelingt Wolfgang Ambros mit LANGSAM WACHS MA ZSAMM

Auch noch weit oben fliegt zu der Zeit ROD STEWART, der mit „Love Touch“ und „Every Beat Of My Heart“ auch gleich zweimal dauernd im Radio läuft.

 Queen liefern mit A KIND OF MAGIC auch nochmal eins drauf – das geht dann noch bis Mercurys Tod (und darüber hinaus) weiter.

 EURYTHMICS (Annie Lennox und Dave Stewart) trennen sich privat und fighten sich das auf einem Album aus: „Revenge“ ist allein deshalb ein bemerkenswertes Album. „Miracle Of Love“, „When Tomorrow Comes“ oder „Thorn in my side“ – alles Klassiker.

Vom Rolling Stones Album „Dirty Work“ blieb (mir) vor allem das Video im Aristocats-Style zu HARLEM SHUFFLE in Erinnerung.

 „Die Armeen aus Gummibärchen“ – die Idee gefiel mir damals – und Herbert Grönemeyer schaffte damit seinen ersten Top-10-Hit in Österreich: KINDER AN DIE MACHT.

Was 1986 neben sowas wie R.E.M: und The Smiths noch als „Indie“-Band galt: CROWDED HOUSE. Und tatsächlich ist „Don’t Dream It’s Over“ einer der großartigsten Songs überhaupt. Period. 

Speaking of: R.E.M. sind auf halbem Weg zum Superstardom noch kleine Indie-Fuzzis, aber schreiben dafür schon Songs wie FALL ON ME.

 Ich wusste ja, dieser #1986 Thread wird eskalieren. It happens SOMETIMES.

 Ich versuche also langsam in Richtung Ende zu kommen: 1986 wusste ich natürlich noch nichts über die reiche Geschichte PAUL SIMONs. Aber kein Video, kein Song hat mir mehr Spaß gemacht als YOU CAN CALL ME AL

In Sachen Videoclip aber auch ganz weit oben für alle Zeiten verankert: WALK THIS WAY in der Doppelversion von RUN DMC mit den Original AEROSMITH:

Und damit danke fürs Mithören und Mitschauen. Ich bring jetzt mal diese gigantische Liste in Ordnung, teile morgen hier die Playlist und beschließe mit dem erfolgreichsten Song des Jahres in den USA, symbolisch genug: THAT’S WHAT FRIENDS ARE FOR.

 Et voilà: Die #JAHRESPLAYLIST #1986. Wie immer 30 ausgewählte Songs aus der Pop-Geschichte, zum Reintigern, Nachhören, Folgen:

Folgt gerne auch dem @inkmusic
Profil hier & auf Spotify, dieses Spektakel gibts monatlich und viel mehr – alle bisherigen Playlisten von 1958 bis 2013 – entdeckt ihr dort.

Und zuguterletzt die gesammelte, monströse History of Pop-Playliste, die gibts hier: http://bit.ly/HistoryOfPop

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